Starker Partner für die schönste Zeit des Jahres
Reisen bedeutet Freiheit – und gehört seit jeher zu unserem Selbstverständnis als Mobilitätsclub und ist in unserer Satzung verankert. Mobilität war für uns nie Selbstzweck, sondern immer auch der Schlüssel zu Freizeit, Urlaub und Erholung. Entsprechend eng sind Reisen und Mobilität miteinander verknüpft. In unseren Reisebüros in Südbayern erfüllen wir die Reiseträume unserer Mitglieder und Kunden – persönlich, telefonisch oder digital. Den aktuellen Veränderungen im Online-Reisemarkt begegnen wir mit innovativen Konzepten wie unseren mobilen Urlaubsengeln und dem Ausbau unserer Omnichannel-Strategie. Gleichzeitig engagieren wir uns auf verschiedenen Ebenen für den Tourismus im Freistaat – und dafür, dass Bayern Tourismusdestination Nr. 1 in Deutschland bleibt: sei es durch die Unterstützung touristischer Kampagnen, Kooperationen mit Tourismusakteuren und Hochschulen, eigene Veranstaltungen oder innerhalb politischer und fachlicher Gremien.
Neben der Verkehrssicherheit sind auch Services rund um das Thema Urlaub und die Förderung des Tourismus in Bayern Hauptaufgaben des ADAC Südbayern. Im Interview spricht Tourismusvorstand Karlheinz Jungbeck darüber, wie Mobilität, Verbraucherschutz und touristische Entwicklung zusammenhängen, welche Schwerpunkte der ADAC Südbayern 2025 in den Bereichen Tourismus und Reise gesetzt hat und welche Rolle Messen, Events und regionale Kooperationen spielen.
Der ADAC ist vor allem für seine Pannenhilfe und die Luftrettung bekannt. Was hat es mit dem Engagement für den Tourismus auf sich?
Der Tourismus gehört seit jeher zu den Kernaufgaben des ADAC. Da ein Großteil der touristischen Reisen – gerade in Deutschland und Europa – mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil oder in Kombination mit anderen Verkehrsmitteln stattfindet, sind Mobilität und Tourismus eng miteinander verknüpft. Wir begleiten unsere Mitglieder entlang der gesamten Reisekette: von der Beratung und Durchführung der Reisebuchung über Routen- und Verkehrsinformationen, Mauthinweise und Tipps für Aktivitäten bis hin zur Pannen- und Unfallhilfe im Ausland. Ein weiterer zentraler Punkt ist der Verbraucherschutz. Durch Tests und die Vergabe von Qualitätssiegeln schaffen wir Transparenz und unterstützen Reisende bei ihren Entscheidungen. Dieses Verständnis von Mobilität, Reisen und Verbraucherschutz prägt unser Engagement im Tourismus und erklärt, warum der ADAC in diesem Bereich so aktiv ist.
Welche Schwerpunkte hat der ADAC Südbayern 2025 im Bereich Tourismus gesetzt, und welche Projekte oder Initiativen waren besonders erfolgreich?
Im Jahr 2025 haben wir uns beim ADAC Südbayern vor allem darauf konzentriert, unsere touristischen Aktivitäten weiterzuentwickeln und sie noch stärker in den Regionen zu verankern. Ein Schwerpunkt war dabei die Zusammenarbeit mit Hochschulen wie der Hochschule München und der TH Deggendorf, um wissenschaftliche Impulse zu Themen wie Mobilität, Nachhaltigkeit und touristische Entwicklung zu nutzen. Parallel dazu bringen wir uns intensiv in touristische Gremien ein und adressieren dort Herausforderungen wie Overtourism, Digitalisierung oder nachhaltige Mobilität. Ein wichtiges Thema war zudem unser Engagement in der OlympJA-Kampagne, denn erneute Olympische Spiele in München wären ein enormer Schub für den Tourismus in unserer Region. Und natürlich haben wir auch wieder den ADAC Tourismuspreis Bayern, den bayerischen Tourismus-Oscar, verliehen, mit dem wir wichtige Impulse sowie innovative und nachhaltige Projekte im Freistaat auszeichnen.
Welche Bedeutung haben Messeauftritte und regionale Events für den ADAC Südbayern – und welche Aktivitäten spielen noch eine Rolle?
Messeauftritte und regionale Events sind für uns wichtige Plattformen, um unsere Reiseexpertise zu präsentieren – aber auch, um durch den Austausch mit unseren Kunden immer nah an den Interessen und Bedürfnissen der Menschen zu bleiben. Einer der wichtigsten Termine im Kalender unserer Reisekollegen ist dabei alljährlich die Reisemesse f.re.e in München. Auch 2025 waren wir wieder mit einem umfangreichen Angebot auf der Messe präsent, unter anderem zum Thema Fahrrad und Camping. Wir haben zahlreiche Besucher beraten und konkrete Reisen geplant – Kreuzfahrten sind dabei übrigens nach wie vor unser am besten gebuchtes Produkt. Aber auch kleinere Veranstaltungen wie unser Kundenevent Cruise Night oder unsere Präsenz auf der IMOT und den Motorrad Days in Garmisch-Partenkirchen sind für uns wichtige Gelegenheiten, unsere Reise- und Tourismus-Expertise unter Beweis zu stellen. Denn wie Sie eingangs schon erwähnten, ist der erste Gedanke beim ADAC die Pannenhilfe. Bei der Bekanntheit unserer Reise- und Tourismuskompetenz haben wir noch Luft nach oben.
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Bayern zählte auch 2025 zu den beliebtesten Tourismusregionen Deutschlands. Gleichzeitig steht die Branche vor tiefgreifenden Veränderungen – von der Finanzierung über den Mobilitätswandel bis hin zum Umgang mit Überfüllung in stark frequentierten Hotspots. Tourismusexperte Prof. Dr. Markus Pillmayer von der Hochschule München ordnet im Interview ein, welche Herausforderungen Bayerns Tourismus aktuell prägen und welche Weichen jetzt gestellt werden müssen.
Tourismus spielt – auch wirtschaftlich – in Bayern eine sehr wichtige Rolle. Worin liegen aus Ihrer Sicht aktuell die großen Herausforderungen?
Derzeit steht besonders die öffentliche Tourismusfinanzierung im Fokus, die zunehmend unter Druck gerät. Es ist entscheidend, dass alle Leistungsträger und ihre Branchenorganisationen sich konstruktiv am Dialog beteiligen – das betrifft wirklich alle in der Branche. Angesichts der kürzlich stattgefundenen Kommunalwahl in Bayern ist es darüber hinaus wichtig, die neu gewählten kommunalpolitischen Vertreterinnen und Vertreter in diversen politischen Gremien für die Bedeutung dieser zentralen Branche im Freistaat zu sensibilisieren. Freizeit, Urlaub und Erholung in Bayern sind nicht nur essenzielle Stabilitätsgaranten in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, sondern auch entscheidend als Kultur- und Standortfaktor.
Wie beeinflusst der Wandel im Mobilitätsverhalten, zum Beispiel durch E-Mobilität, Sharing-Modelle und ÖPNV-Ausbau, die Erreichbarkeit und Attraktivität südbayerischer Destinationen, und welche Anpassungen sind aus Ihrer Sicht notwendig?
Zunächst muss betont werden, dass die Erweiterung um E- und Sharing-Infrastruktur sowie der Ausbau des ÖPNV dringend nötig und mehr als sinnvoll sind. Diese Angebote müssen jedoch auch tatsächlich vor Ort existieren, zum Beispiel sollten E-Scooter oder Carsharing-Optionen direkt an ÖPNV-Haltestellen zugänglich sein. Es ist erforderlich, dass der ÖPNV über eine angemessene Taktfrequenz verfügt und möglichst mit einem einzigen Ticket durchgängig nutzbar ist. Destinationen, die einen vielseitigen Mobilitätsmix für unterschiedliche Zielgruppen anbieten, um in die Destination zu kommen und sich innerhalb dieser zu bewegen, werden sich letztlich auch im Wettbewerb durchsetzen können.
Wie verändert der zunehmende Overtourism in südbayerischen Hotspots wie Garmisch-Partenkirchen oder Berchtesgaden die langfristige Destinationsstrategie, und welche Steuerungsinstrumente halten Sie für am wirksamsten?
Anstelle von Overtourism möchte ich hier eher von Overcrowding sprechen. Garmisch-Partenkirchen und Berchtesgaden sind nicht mit Destinationen wie Mallorca oder Barcelona vergleichbar. Natürlich müssen die Herausforderungen in den verschiedenen Destinationsstrategien thematisiert und kritisch begleitet werden. Ein universales Rezept gibt es dabei jedoch nicht; Entscheidungen sollten individuell und lokal getroffen werden. Mögliche Ansätze könnten beispielsweise die Einführung von Mindestaufenthalten für Gäste, die Dynamisierung von Parkgebühren, besonders in Zeiten hoher Nachfrage, rechtskonforme Vorteilsangebote für Einheimische, temporäre oder permanente Zugangsbeschränkungen, Sensibilisierungskampagnen sowie der Einsatz von Naturpark-Rangern sein.
Beim ADAC Camper des Jahres kamen Camping-Fans 2025 wieder auf ihre Kosten. Strahlender Sonnenschein, zehn motivierte Teilnehmer, ihre Beifahrer und ihre geliebten Wohnmobile: Der bayerische Vorentscheid zum ADAC Camper des Jahres am 28. Juni im Fahrsicherheitszentrum Regensburg-Rosenheim war ein rundum gelungener Wettbewerb. Nachdem jeder ein Fahrsicherheitstraining absolviert hatte, durften die Camper bei verschiedenen Aufgaben, wie Slalomfahren oder Einparken, ihr Können unter Beweis stellen. Thomas Vogl aus Regensburg fuhr allen anderen Campern davon, landete auf Platz eins und sicherte sich damit die Teilnahme am Bundesfinale in Düsseldorf.