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Reiselust nach nah und fern
Kapitel 5, Jahresbericht 2025, ADAC Südbayern

Starker Partner für die schönste Zeit des Jahres

Reisen bedeutet Freiheit – und gehört seit jeher zu unserem Selbstverständnis als Mobilitätsclub und ist in unserer Satzung verankert. Mobilität war für uns nie Selbstzweck, sondern immer auch der Schlüssel zu Freizeit, Urlaub und Erholung. Entsprechend eng sind Reisen und Mobilität miteinander verknüpft. In unseren Reisebüros in Südbayern erfüllen wir die Reiseträume unserer Mitglieder und Kunden – persönlich, telefonisch oder digital. Den aktuellen Veränderungen im Online-Reisemarkt begegnen wir mit innovativen Konzepten wie unseren mobilen Urlaubsengeln und dem Ausbau unserer Omnichannel-Strategie. Gleichzeitig engagieren wir uns auf verschiedenen Ebenen für den Tourismus im Freistaat – und dafür, dass Bayern Tourismusdestination Nr. 1 in Deutschland bleibt: sei es durch die Unterstützung touristischer Kampagnen, Kooperationen mit Tourismusakteuren und Hochschulen, eigene Veranstaltungen oder innerhalb politischer und fachlicher Gremien.

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© ADAC Südbayern/Flo Huber
INTERVIEW
Vorstandsmitglied Karlheinz Jungbeck

Neben der Verkehrssicherheit sind auch Services rund um das Thema Urlaub und die Förderung des Tourismus in Bayern Hauptaufgaben des ADAC Südbayern. Im Interview spricht Tourismusvorstand Karlheinz Jungbeck darüber, wie Mobilität, Verbraucherschutz und touristische Entwicklung zusammenhängen, welche Schwerpunkte der ADAC Südbayern 2025 in den Bereichen Tourismus und Reise gesetzt hat und welche Rolle Messen, Events und regionale Kooperationen spielen.

Der ADAC ist vor allem für seine Pannenhilfe und die Luftrettung bekannt. Was hat es mit dem Engagement für den Tourismus auf sich?

Der Tourismus gehört seit jeher zu den Kernaufgaben des ADAC. Da ein Großteil der touristischen Reisen – gerade in Deutschland und Europa – mit dem Auto, Motorrad oder Wohnmobil oder in Kombination mit anderen Verkehrsmitteln stattfindet, sind Mobilität und Tourismus eng miteinander verknüpft. Wir begleiten unsere Mitglieder entlang der gesamten Reisekette: von der Beratung und Durchführung der Reisebuchung über Routen- und Verkehrsinformationen, Mauthinweise und Tipps für Aktivitäten bis hin zur Pannen- und Unfallhilfe im Ausland. Ein weiterer zentraler Punkt ist der Verbraucherschutz. Durch Tests und die Vergabe von Qualitätssiegeln schaffen wir Transparenz und unterstützen Reisende bei ihren Entscheidungen. Dieses Verständnis von Mobilität, Reisen und Verbraucherschutz prägt unser Engagement im Tourismus und erklärt, warum der ADAC in diesem Bereich so aktiv ist.

Welche Schwerpunkte hat der ADAC Südbayern 2025 im Bereich Tourismus gesetzt, und welche Projekte oder Initiativen waren besonders erfolgreich?

Im Jahr 2025 haben wir uns beim ADAC Südbayern vor allem darauf konzentriert, unsere touristischen Aktivitäten weiterzuentwickeln und sie noch stärker in den Regionen zu verankern. Ein Schwerpunkt war dabei die Zusammenarbeit mit Hochschulen wie der Hochschule München und der TH Deggendorf, um wissenschaftliche Impulse zu Themen wie Mobilität, Nachhaltigkeit und touristische Entwicklung zu nutzen. Parallel dazu bringen wir uns intensiv in touristische Gremien ein und adressieren dort Herausforderungen wie Overtourism, Digitalisierung oder nachhaltige Mobilität. Ein wichtiges Thema war zudem unser Engagement in der OlympJA-Kampagne, denn erneute Olympische Spiele in München wären ein enormer Schub für den Tourismus in unserer Region. Und natürlich haben wir auch wieder den ADAC Tourismuspreis Bayern, den bayerischen Tourismus-Oscar, verliehen, mit dem wir wichtige Impulse sowie innovative und nachhaltige Projekte im Freistaat auszeichnen.

Welche Bedeutung haben Messeauftritte und regionale Events für den ADAC Südbayern – und welche Aktivitäten spielen noch eine Rolle?

Messeauftritte und regionale Events sind für uns wichtige Plattformen, um unsere Reiseexpertise zu präsentieren – aber auch, um durch den Austausch mit unseren Kunden immer nah an den Interessen und Bedürfnissen der Menschen zu bleiben. Einer der wichtigsten Termine im Kalender unserer Reisekollegen ist dabei alljährlich die Reisemesse f.re.e in München. Auch 2025 waren wir wieder mit einem umfangreichen Angebot auf der Messe präsent, unter anderem zum Thema Fahrrad und Camping. Wir haben zahlreiche Besucher beraten und konkrete Reisen geplant – Kreuzfahrten sind dabei übrigens nach wie vor unser am besten gebuchtes Produkt. Aber auch kleinere Veranstaltungen wie unser Kundenevent Cruise Night oder unsere Präsenz auf der IMOT und den Motorrad Days in Garmisch-Partenkirchen sind für uns wichtige Gelegenheiten, unsere Reise- und Tourismus-Expertise unter Beweis zu stellen. Denn wie Sie eingangs schon erwähnten, ist der erste Gedanke beim ADAC die Pannenhilfe. Bei der Bekanntheit unserer Reise- und Tourismuskompetenz haben wir noch Luft nach oben.

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© Julia Bergmeister
INTERVIEW
Tourismusexperte Prof. Dr. Markus Pillmayer

Bayern zählte auch 2025 zu den beliebtesten Tourismusregionen Deutschlands. Gleichzeitig steht die Branche vor tiefgreifenden Veränderungen – von der Finanzierung über den Mobilitätswandel bis hin zum Umgang mit Überfüllung in stark frequentierten Hotspots. Tourismusexperte Prof. Dr. Markus Pillmayer von der Hochschule München ordnet im Interview ein, welche Herausforderungen Bayerns Tourismus aktuell prägen und welche Weichen jetzt gestellt werden müssen.

Tourismus spielt – auch wirtschaftlich – in Bayern eine sehr wichtige Rolle. Worin liegen aus Ihrer Sicht aktuell die großen Herausforderungen?

Derzeit steht besonders die öffentliche Tourismusfinanzierung im Fokus, die zunehmend unter Druck gerät. Es ist entscheidend, dass alle Leistungsträger und ihre Branchenorganisationen sich konstruktiv am Dialog beteiligen – das betrifft wirklich alle in der Branche. Angesichts der kürzlich stattgefundenen Kommunalwahl in Bayern ist es darüber hinaus wichtig, die neu gewählten kommunalpolitischen Vertreterinnen und Vertreter in diversen politischen Gremien für die Bedeutung dieser zentralen Branche im Freistaat zu sensibilisieren. Freizeit, Urlaub und Erholung in Bayern sind nicht nur essenzielle Stabilitätsgaranten in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, sondern auch entscheidend als Kultur- und Standortfaktor.

Wie beeinflusst der Wandel im Mobilitätsverhalten, zum Beispiel durch E-Mobilität, Sharing-Modelle und ÖPNV-Ausbau, die Erreichbarkeit und Attraktivität südbayerischer Destinationen, und welche Anpassungen sind aus Ihrer Sicht notwendig?

Zunächst muss betont werden, dass die Erweiterung um E- und Sharing-Infrastruktur sowie der Ausbau des ÖPNV dringend nötig und mehr als sinnvoll sind. Diese Angebote müssen jedoch auch tatsächlich vor Ort existieren, zum Beispiel sollten E-Scooter oder Carsharing-Optionen direkt an ÖPNV-Haltestellen zugänglich sein. Es ist erforderlich, dass der ÖPNV über eine angemessene Taktfrequenz verfügt und möglichst mit einem einzigen Ticket durchgängig nutzbar ist. Destinationen, die einen vielseitigen Mobilitätsmix für unterschiedliche Zielgruppen anbieten, um in die Destination zu kommen und sich innerhalb dieser zu bewegen, werden sich letztlich auch im Wettbewerb durchsetzen können.

Wie verändert der zunehmende Overtourism in südbayerischen Hotspots wie Garmisch-Partenkirchen oder Berchtesgaden die langfristige Destinationsstrategie, und welche Steuerungsinstrumente halten Sie für am wirksamsten?

Anstelle von Overtourism möchte ich hier eher von Overcrowding sprechen. Garmisch-Partenkirchen und Berchtesgaden sind nicht mit Destinationen wie Mallorca oder Barcelona vergleichbar. Natürlich müssen die Herausforderungen in den verschiedenen Destinationsstrategien thematisiert und kritisch begleitet werden. Ein universales Rezept gibt es dabei jedoch nicht; Entscheidungen sollten individuell und lokal getroffen werden. Mögliche Ansätze könnten beispielsweise die Einführung von Mindestaufenthalten für Gäste, die Dynamisierung von Parkgebühren, besonders in Zeiten hoher Nachfrage, rechtskonforme Vorteilsangebote für Einheimische, temporäre oder permanente Zugangsbeschränkungen, Sensibilisierungskampagnen sowie der Einsatz von Naturpark-Rangern sein.

VIDEO
Regensburger ist Bayerns Camper des Jahres 2025

Beim ADAC Camper des Jahres kamen Camping-Fans 2025 wieder auf ihre Kosten. Strahlender Sonnenschein, zehn motivierte Teilnehmer, ihre Beifahrer und ihre geliebten Wohnmobile: Der bayerische Vorentscheid zum ADAC Camper des Jahres am 28. Juni im Fahrsicherheitszentrum Regensburg-Rosenheim war ein rundum gelungener Wettbewerb. Nachdem jeder ein Fahrsicherheitstraining absolviert hatte, durften die Camper bei verschiedenen Aufgaben, wie Slalomfahren oder Einparken, ihr Können unter Beweis stellen. Thomas Vogl aus Regensburg fuhr allen anderen Campern davon, landete auf Platz eins und sicherte sich damit die Teilnahme am Bundesfinale in Düsseldorf.

Kurz & knapp
Tourismuspreis
Tourismus in Bayern – ausgezeichnet!
Bayern ist Deutschlands Top-Tourismusland. Zudem ist die Branche mit rund 600.000 Arbeitsplätzen ein zentraler Wirtschaftszweig. Als ADAC Südbayern wollen wir Bayerns Position als führende Tourismusdestination weiter stärken. Seit 2009 verleihen wir deshalb gemeinsam mit dem ADAC Nordbayern – unterstützt von der Bayern Tourismus Marketing GmbH und dem DEHOGA Bayern – den ADAC Tourismuspreis Bayern an innovative Projekte, die zukunftsfähige und nachhaltige touristische Impulse setzen. Unter 36 Bewerbungen für 2025 ging Platz eins an das Naturerlebnisdorf Friedenfels, Platz zwei an die App Outdooractive und Platz drei an den GenAIChat Regensburg.
Motorradtourismus
Fahrspaß und Hotelerlebnis für Motorradfahrer in Bayern
Bayern ist dank kurvenreicher Passstraßen und Panoramablicken ein Paradies für Motorradfahrer. Bikerfreundliche Unterkünfte erkennt man am gelb-blauen Siegel „Motorradfreundliches Hotel“, das der ADAC Südbayern und der DEHOGA Bayern seit 2009 nach verbindlichen Kriterien und Prüfung vor Ort vergeben. Das Netzwerk umfasst 26 Unterkünfte in Südbayern, 2025 wurden sieben rezertifiziert. Ein neuer bundesweiter Kriterienkatalog stärkt einheitliche Standards und nationale Sichtbarkeit. Zudem waren wir auf der Internationalen Motorradausstellung in München, der ROCK ANTENNE Motorradtour und den BMW Motorrad Days in Garmisch-Partenkirchen präsent.
f.re.e
Große Präsenz mit großer Wirkung – unser Auftritt auf der f.re.e
Die f.re.e in München ist Bayerns größte Reise‑ und Freizeitmesse und eine der besucherstärksten Verbrauchermessen in Süddeutschland. Selbstverständlich durften auch wir als ADAC Südbayern bei der f.re.e 2025 nicht fehlen. Vier Stände in unterschiedlichen Hallen sorgten für maximale Präsenz in Gelb, flankiert von einer Medienkooperation mit Radio Arabella. Der Messeauftritt zahlte sich aus: An unseren Reiseberatungsplätzen herrschte während der gesamten Messe reger Betrieb. Aber nicht nur unsere Reisekompetenz war gefragt. Im Rahmen der Messe konnten wir auch die Rekordzahl von rund 3200 neuen ordentlichen und außerordentlichen Mitgliedern gewinnen.
Mitgliederreisen
Mitglieder reisen mit dem ADAC um die Welt
Die ADAC Mitgliederreisen sind ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal in unserem Reisevertrieb. Die Reisen werden von einem erfahrenen ADAC Reiseteam in Zusammenarbeit mit professionellen Reiseveranstaltern sorgsam geplant. Dadurch entstehen hochwertige, durchdachte Routen und Programme – gepaart mit exklusiven Vorteilen. Pro Monat stehen rund 35 bis 50 Mitgliederreisen zur Auswahl, aus denen unsere Kunden wählen können. Besonders gefragt waren 2025 die Weltreisen mit Vasco da Gama und MS Hamburg, die Mitgliederreise nach Japan, die MarokkoTour sowie die DonauSchiffsreise.
Cruise Night
3. ADAC Cruise Night begeistert Kreuzfahrtfans
Als Deutsche sind wir keine Seefahrer-Nation, sehr wohl aber eine Kreuzfahrer-Nation. Kreuzfahrten sind beliebt, die Nachfrage wächst kontinuierlich – und das längst nicht mehr nur bei der Generation 40 plus. Auch jüngere Reisende begeistern sich zunehmend für das Komplettangebot aus Transport, Unterkunft, Service und Erlebnis. Im Juni konnten sich Kreuzfahrt-Interessierte in Straubing bei unserer dritten ADAC Cruise Night über neue Routen, Trends und Angebote informieren. Rund 50 Gäste erlebten einen informativen Abend in maritimem Ambiente mit verschiedenen Kreuzfahrtanbietern sowie natürlich unseren ADAC Reiseexperten.
Olympiabewerbung
Olympia als Chance für den Tourismus
Im Oktober haben die Münchner abgestimmt und den Weg für eine Olympia-Bewerbung freigemacht. Als Partner im Bündnis „Pro Olympia“ haben wir uns im Vorfeld klar für ein „Ja“ zu Olympia stark gemacht. Denn erneute Olympische Spiele in München wären eine enorme Chance für den Tourismus. Bilder, Geschichten und Emotionen aus der Gastgeberstadt werden in alle Welt gesendet. Eine hervorragende Gelegenheit, sich als moderne, lebenswerte und vielfältige Region zu präsentieren. Die internationale Aufmerksamkeit würde ganz Südbayern Strahlkraft verleihen, die weit über den Zeitraum der Spiele nachhallt. Die nächste Entscheidungsstufe liegt jetzt beim DOSB.
Urlaubsengel auf Achse
Persönliche Reiseberatung – wo immer Sie wollen
Persönliche Reiseberatung, wo ich will? Der ADAC Südbayern macht’s möglich! Seit 2025 sind unsere Urlaubsengel auch „auf Achse“. Urlaubsberatung in ADAC Qualität gibt es nun nicht mehr nur im Reisebüro, sondern mit unseren mobilen Reiseberatern auf Wunsch auch zu Hause. Auch virtuell per Videoberatung stehen die neuen Kollegen aus dem Reisevertrieb unseren Kunden für Reiseberatungen zur Verfügung. Damit können wir selbst den Mitgliedern in Südbayern, die kein ADAC Reisebüro in der Nähe haben, den bestmöglichen Service für ihren Traumurlaub bieten.
Inforeisen
Reisen bildet – auch unsere Reisemitarbeiter
Die hohe Qualität unserer Reiseberatung zu sichern und weiter auszubauen, ist uns ein wichtiges Anliegen. 2025 nahmen dazu 26 Kollegen aus den Reisebüros des ADAC Südbayern an fachbezogenen Inforeisen teil. Denn nichts geht in der Reiseberatung über selbstgewonnene Expertise. Die Inforeisen führten unsere Mitarbeiter durch Botswana, Namibia, Simbabwe oder Malta sowie zu Schiffsbesichtigungen und mit der Bahn durch die Schweiz. Zusätzlich konnten elf Urlaubsengel während der Jahrestagung des ADAC Reisevertriebs Abu Dhabi und die Vereinigten Arabischen Emirate besser kennenlernen.
 
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